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Kategorie-Archiv: Energie

Ich habe mich drei Monate mit Magento beschäftigt, hier das Ergebnis. Magento ist eine oder die Open-Source-Software für den kleinen e-Laden. Es ist anfangs schwer, dieses php-Gesamtkunstwerk zu durchschauen, aber je länger man dranbleibt, desto mehr lernt man, es zu schätzen. Und da die Community riesengroß ist und die anderen auch nicht viel schlauer sind, kann man für jedes noch so dumme Problem einen helfenden Hinweis im Forum finden.

Speziell in meinem Laden: Die Preise ändern sich entsprechend der Kurse des Schweizer Franken und des US-Dollars  viermal pro Stunde. Der Käufer kann also spekulieren.

Hier hat sich jemand Gedanken über die Förderung der Photovoltaik gemacht.

“Es fällt auf, dass die Aufwendungen F&E der Photovoltaikbranche in Relation zu anderen Branchen, insbesondere zu Hochtechnologiebranchen, sehr gering sind. Im Jahr 2008 hat die Branche inklusive Zulieferer nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft bei einem Umsatz von 9,5 Mrd. Euro nur 163 Mio. Euro für F&E ausgegeben. Das ergibt einen Anteil von 1,7 %. Im Zeitverlauf sind die Ausgaben pro Umsatzrelation konstant gesunken, nachdem sie mit knapp 3,3 % im Jahr 2001 ihren Höchstwert erreicht hatten.”

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werden gerne mit Solarmodulen verwechselt. Mancher lächelt darüber. Zu Recht. Denn mit Solarmodulen macht man warmes Wasser, Kollektoren braucht niemand.

Das geht so: Wenn man sich ein paar Quadratmeter blaues Silizium auf das Dach schraubt und den Strom gemäß EEG selbst verbraucht, bekommt man gutes Geld dafür. Wie viel, wird immer mal wieder neu ausbaldowert, und das ist so trickreich, dass man noch nicht sagen kann, was es zum 1. Juli sein darf. Aber man bekommt es rückwirkend ab dem 1. Juli, und es wird weiterhin nicht zu knapp sein. Das bedeutet, dass man den Strom verheizen kann und dennoch Geld damit verdient. Jedenfalls lohnt es nicht, warmes Wasser auf die harte Tour mit einem Solarkollektor zu machen.

Das Beste an der photovoltaischen Wärme ist die einfache und äußerst zuverlässige Systemtechnik. Ein oft schon vorhandener Warmwasserspeicher mit einem Heizstab ist alles, was man braucht. Man zweigt einfach den nötigen Strom vor der Einspeisung ab. Die Solarmodule haben eine integrierte Pumpe, und anders als die Wassermoleküle tropfen die Elektronen nicht aus der Leitung, sie kochen nicht, sie frieren nicht ein, die Verluste auf der Leitung zum Keller sind vernachlässigbar, das Kabel lässt sich wunderbar leicht verlegen, man braucht es nicht zu entlüften und die Solarmodule leben fast doppelt so lange wie Kollektoren.

Ich habe keine Ahnung, wie die Hersteller von Solarkollektoren diesen Anschlag überleben werden. Und ich verstehe nicht, warum dieser Teil der Solarlobby so schwach ist und hiergegen nicht Sturm läuft, um mal wieder einen etwas größeren Teil unserer überflüssigen Mittel in die eigene Richtung zu leiten.

Lesen Sie mal das hier.

Können Sie jetzt kurz zusammenfassen, was Sie gelesen haben? Oder verstehen Sie, wie ich, nur die Überschrift und das Resümee?

„…dass die Entwicklungschancen nachkommender Generationen zumindest nicht ins Bodenlose reduziert werden. Dies wird uns nicht durch Armutsbekämpfung gelingen. Es geht vorrangig um Wachstumsbekämpfung.“

Ich verstehe das so: Die heutigen Armen lassen wir mal arm sein, Hauptsache, es geht unseren Nachkommen gut. Die Armen sind ja nicht verwandt mit den Autoren, die Nachkommen schon. Und dass es den Letzteren besser gehen wird, ist sicher, denn die Autoren wissen, wenn wir das Wachstum bekämpfen, dann wird es schon werden.

Dieser Artikel ist ein wunderschönes Beispiel für eine Meinung, die:

  • vorgetragen wird, als ob sie ganz außergewöhnlich wäre;
  • mit möglichst wenigen nachprüfbaren Argumenten auskommt;
  • in einer übertreibenden und aufgeblasenen Sprache vorgetragen wird;
  • auch in der „Zeit“ veröffentlicht wird…

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Gestern ging die Ausstellung der diesjährigen PVSEC zu Ende. Sie können sich diese Veranstaltung etwa so wie die IAA vorstellen. Stände, denen man das überflüssige Geld unmittelbar ansieht, verziert mit Mädels, deren Anblick bei mir immer eine Mischung aus Mitleid und Aggression auslöst. Warum haben sie nicht genügend Stolz, dass sie ihr Geld auf etwas anständigere Weise verdienen können, und was sind das für eklige Typen, die von mir erwarten, dass ich ihr Zeugs abkaufe, wenn sie die Mädchen auf diese Weise missbrauchen? Früher, heute glücklicherweise nicht mehr so oft, hat man Kinder, allerdings nur plakatierte, dazu missbraucht, in dem Sinn, dass wir die Welt für unsere Kinder retten, wenn wir blaues Silizium kaufen.

Als Aussteller für den Bereich der Branche, der nicht subventioniert ist, könnte man mir natürlich nachsagen, dass ich gegen die Zwangsabgaben für die Solarindustrie bin, weil ich selbst nicht davon profitiere. Ich kann dazu nur anführen, dass es eine halbwegs bewusste Entscheidung vor etwa 15 Jahren war, daran nicht teilzunehmen.

Ein Lobbyist ist jemand, der möglichst viel für sein Anliegen herausschinden will. Das unterscheidet ihn von jemandem, der sich überlegt, was wichtig ist und entsprechend versucht, Geld sinnvoll anzulegen. Ein Lobbyist behauptet gerne, dass das eine das andere nicht ausschließt, und vernebelt damit die Tatsache, dass finanzielle Mittel zwar erneuerbare Ressourcen sind, aber nicht in beliebiger Menge zur Verfügung stehen.

Ein Lobbyist wird eher zur Kenntnis genommen als sein Kontrahent, der das Vernünftige tun will. Der Lobbyist arbeitet und lebt eben in jeder Hinsicht für seine Sache. Es ist nicht zwangsläufig oder ursprünglich seine Sache, aber seine Vita hat ihn mit ihr verstrickt. Jeder kommt aus irgendeiner Richtung und meint, die entsprechenden Interessen vertreten zu müssen, obwohl sie eigentlich gar nicht seine sein müssten, sondern lediglich die seiner Firma, seiner Partei, oder was auch immer.

Lobbyisten sind normalerweise keine gefährlichen Menschen. Sie werden kompensiert durch die Interessen anderer Lobbyisten. Wenn allerdings eine Gruppe einen weiteren Vorteil hat, etwa die öffentliche Wahrnehmung, dass sie die Welt retten, wenn auch nur für unsere Kinder, dann ist das Gleichgewicht empfindlich gestört.

Stellen sie sich zwei Pfeiler von 60 Meter Höhe vor. An einem befindet sich ein Ventilator, der von einem Kohlekraftwerk angetrieben wird. An dem anderen befinden sich die Rotorblätter eines Windkraftrades, das Strom produziert, indem es von dem Ventilator angetrieben wird. Da der Windstrom dreimal so teuer verkauft werden kann, wie der Kohlestrom kostet, ist dieses Projekt ökonomisch sinnvoll. Es amortisiert sich innerhalb von 10 Jahren und wirft dann einen kräftigen Profit ab. Quasi ein Perpetuum Mobile der Ökonomie.

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Das untenstehende Bild wird in diesem Artikel verwendet.

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Die Darstellung ist sicher korrekt, aber die Verwendung im Artikel grenzt an Missbrauch.

Der Autor: “Die Energie von Wind und Sonne hat bekanntlich den Nachteil, dass sie anfällt, wann sie will – und nicht, wenn wir sie brauchen (siehe Grafik). Das macht die teuren Energieträger minderwertig bis faktisch wertlos.”

Normalerweise wird dieser Sachverhalt etwas anders dargestellt, nämlich mit der Leistungsdauerkurve. Eine wichtige Größe ist die “Volllaststundenzahl”, das ist die Jahresenergieproduktion (die Fläche unter der Leistungsdauerkurve) geteilt durch die Nennleistung der Windmühle. In den kommenden Anlagen im Meer kommt man hierbei auf fast ein halbes Jahr. Und damit sieht ein Offshore-Windkraftwerk etwa so gut aus wie ein Wasserkraftwerk, das sechs Monate pro Jahr ununterbrochen läuft. Und das ist auch nicht „minderwertig bis faktisch wertlos“.

Dass die „Zacken“ nicht das Problem sind, sieht man schon, wenn man bedenkt, dass der Verbrauch ebenfalls „zackig“ ist. Schnell regelbare Kraftwerke werden also in jedem Fall benötigt, und durch die erhebliche Nutzung von Wind- und Solarstrom wird dieser Bedarf nicht gleich um eine Größenordnung erhöht.

Bei vermehrter Nutzung von Wind und Sonne werden die Zacken in der Stromerzeugung in Zukunft gedämpft. Daran wird gearbeitet, zum Teil schon sehr lange im Zusammenhang mit der thermischen Solartechnik (Salzspeicher). Aber es ist eben noch lange kein erhebliches Problem.

Der Autor hat sicher recht mit seiner Aussage, dass es sinnlos ist, in der Schweiz den Strom mit Solartechnik oder Windanlagen zu produzieren. In seinem Artikel setzt er voraus, dass soviel Strom aus Wind und Sonne erzeugt wird, dass man laufend Überschüsse hat. Das setzt er aber auch nur deshalb voraus, weil er auf eine entsprechende Vorstellung eines Kernkraftgegners reagiert, die völlig unbedacht ist. Beim Leser kommt aber eher an, dass der Autor generell gegen Wind und Sonne ist.

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