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Kategorie-Archiv: Medizin

Das Chronic Fatigue Syndrome (was keineswegs irgendetwas mit dem “symptom chronic fatigue” zu tun hat) ist ein besonderes. Der erste Griff in das Wikipedia-Regal macht klar, dass die Franzosen das CFS eher als ein amerikanisches ausmachen: “Ce syndrome a été identifié dans les pays anglo-saxons au milieu des années 1980. L’Organisation mondiale de la santé le considère comme une maladie neurologique grave et il figure sur la liste américaine des maladies infectieuses nouvelles, récurrentes et résistantes aux médicaments.” Und viel mehr ist in dem Eintrag auch nicht zu finden.

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Gestern einen Selbstversuch gemacht. Mein Puls ist seit einer Herzoperation bei Belastung immer sehr hoch. Betablocker verlangsamen den Puls. S. z.B. hier (gefunden bei Manfred Wonisch/Graz)

Die β1-selektiven Betablocker sollen dabei die Leistungsfähigkeit nur wenig reduzieren. Also krame ich aus Annettes gut gefüllter Apothekenschublade eine Pille Nebivolol raus, nehme 0.25 mg, die Hälfte ihrer Ration, und fahre zwei Stunden später los. Das ist sensationell: mein Puls kommt nur mit großer Anstrengung auf über 145/min (sonst komme ich leicht auf 175), aber es fühlt sich anstrengend an.

Und so sieht es  aus, wenn ich selektiv betageblockt bergauf fahre. Es muss an der überforderten Messtechnik liegen, dass am Anfang in der Ebene der Puls ein paar mal so hoch geht .

Gefunden bei Heise:

Medizinstatistiker haben medizinische Veröffentlichungen überprüft, um zu ermitteln, welche Medikamente und Therapien wirklich helfen – weil deren Wirkung durch aussagekräftige und belastbare Daten untermauert werden kann. Doch eine saubere Bewertung der Wirksamkeit ist aufgrund der Datenlage oft gar nicht möglich, weil die Hersteller oft klinische Tests mit ungünstigem Ergebnis zurückhalten oder durch statistische Tricks die Medikamente besser dastehen lassen, als sie tatsächlich sind.

Die erste umfassende Übersicht mit Fallbeispielen für die verbreitete Praxis, unangenehme Studiendaten selektiv zu verschweigen, haben Arzneimittelprüfer des Kölner Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen im Oktober 2010 veröffentlicht. “Vergleicht man die unpublizierten mit den publizierten Daten, so zeigen sich große Ergebnisunterschiede. Die publizierten Studien neigen dazu, die Wirksamkeit zu über- und die Nebenwirkungen zu unterschätzen”, resümieren die Prüfer.

Diese Gepflogenheit, Informationen durch Verschweigen zu beeinflussen oder undurchsichtig zu präsentieren, bezeichnet man in der Wissenschaft als “biased reporting”. Rechnet man die Ergebnisse von Stichproben hoch, dann müsse man 50 bis 90 Prozent der heute als erprobt geltenden ärztlichen Interventionen “mit großen Fragezeichen” versehen, heißt es in der Studie. “Nimmt man all die Indizien zusammen, die wir heute haben, um das Ausmaß der Verfälschung abzuschätzen, dann liegt der Schluss nahe, dass die Ärzte ihre Patienten im Blindflug behandeln”, so Gerd Antes, Professor für Biometrie in Freiburg, in der Januar-Ausgabe des Magazins Technology Review.

Im Januar saß am Küchentisch meines Schwagers ein anderer meiner Schwäger, er an der einen, ich an der anderen Seite des von uns beiden okkupierten Dessertbüffets, und während wir hin und wieder den einen oder anderen Löffelvoll den zahlreichen Schüsseln entnahmen, erzählte er seiner Schwägerin von seinen sonstigen Obsessionen, ich hörte eine Weile zu, bis mich mein Mut und ich den Küchentisch verließ, nicht jedoch ohne vorher noch eine Portion Slackermaschü auf meine Puddingmasse zu laden. Er äußerte, dass es ihm keinen Spaß bereite, aus großer Entfernung zu schießen und dabei Gefahr zu laufen, ein Tier nicht zu töten, sondern nur zu verwunden. Damit hat er implizit gesagt, was ich schon vorher „wusste“, nämlich dass ihm das Töten Spaß bereitet. Da mein Schwager auch eine kultivierte Seite besitzt, bereitete mir dies einige schlaflose Nächte. Hier das kümmerliche Ergebnis.

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Pascal Dohmen ist möglicherweise ein guter Chirurg. Ich kann es nicht beurteilen, denn er redet nicht mit mir darüber.

Nach der zweiten Ross-Operation habe ich immer noch dieselben Symptome wie nach der ersten (die ich vor der ersten Operation nicht hatte). Dieses Problem ist bekannt, jedenfalls hat er es mir eröffnet, nachdem ich davon betroffen war. Er sah weiter keinen Anlass, mit mir darüber längere Zeit zu reden, ein bisschen ASS sollte das Problem verhindern.

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…was ganz Plattes.

Die Zeit auf unterstem Niveau und Enzensberger leicht debil (zwanzig Jahre später als ich) 100 Fragen, hier Nummer

63 Was gibt’s eigentlich dauernd zu grinsen?
Heiterkeit ist eine moralische Frage. Mürrische Leute, die andere mit ihren Problemen behelligen, die halte ich für rücksichtslos.

64 Haben Sie das erfunden, dass man auch als Intellektueller auf der sonnigen Seite des Lebens stehen darf?
Ich bin gern im Schatten, aber seine Depressionen sollte man für sich behalten.

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