Es ist alles schon gesagt worden (ich wiederhole mich). Man kann daher nur zitieren. Man möchte doch aber so gerne auch etwas schreiben…
Henning Ritter (Notizhefte) löst das Problem dadurch, dass er seine Kenntnisse zu Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts und seine seit 20 Jahren geführten Notizen dazu nutzt. Er zitiert also einen der “Alten” und setzt einen kleinen Kommentar dazu. Durch die Beschränkung auf diese Periode vermeidet er auch, morgen weniger aktuell zu sein als in den vergangenen zwanzig Jahren des Sammelns.
Da ich niemals in diese angenehme Lage kommen werde, kann ich entweder etwas schreiben, was für mich von Bedeutung ist, ohne zu recherchieren, wer das zuvor schon geäußert hat, oder aber ich nehme eine Quelle wie die “Notizhefte” und kommentiere etwas daraus. Das wäre dann also Tertiär- oder eher noch Quartärliteratur. Denn ich habe noch nie glauben wollen, dass den “Großen” all diese wunderbaren Wortspiele selbst eingefallen sind. Sie haben sie gesammelt. Die “Großen” schreiben insofern, was die Ideen betrifft, Sekundärliteratur. Dazu kommt dann das “Eigene”, das eine Kommentierung des Vorgefundenen darstellt.
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