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Hier wird eine lesenswerte ausführliche Bilanz der jetzt gut 10jährigen Bloggerei gezogen. Ein Anlass für mich, darüber nachzudenken, was sie für mich selbst bedeutet und ob das hier noch gilt.

Ich lese jetzt vieles unter dem Gesichtspunkt, welchen Standpunkt ich selbst beziehen sollte, dadurch werden meine Gedanken klarer. Zu Beginn, und das hatte ich auch irgendwo aufgeschrieben, hatte ich mir gesagt, nur das ist wichtig, aber dann fing ich an, meine Statistik anzusehen, und  die ersten 1000 Aufrufe kamen nicht ganz so schnell zusammen, wie ich es im September hoffte, und dann fing ich auch noch an, mir zu überlegen, zu welchen Themen ich etwas posten, und welche Stichwörter ich einstreuen sollte, damit meine unbekannten Google-Sucher mich finden, und um so der Statistik Beine zu machen. Und dann sagte ich mir, das darf es doch nicht sein, ich sollte lieber auf die Qualität meiner Einträge achten.

Heute versuche ich mehr Persönliches in die Einträge hineinzubringen (dabei fühle ich mich von Robert B. bestätigt), ohne dabei exhibitionistisch (also noch peinlicher) zu werden. Ich verteile auch deshalb meine Themen nicht auf verschiedene Blogs, denn meine Beiträge sind nicht so wichtig, dass ich sie lesen würde, wenn sie von einem mir Unbekannten kämen. Sie geben eher ein Bild von mir wieder, für mich selbst, und für diejenigen, die etwas über mich wissen wollen. Es sind im Moment sicher ohnehin „nur“ Bekannte.

Ich möchte nicht irgendwann über mich selbst sagen müssen, dass das alles von einem pathologischen Wichtigtuer verzapft worden ist. Ich sehe das jetzt, nach fünf Monaten, alles etwas deutlicher, und ich habe da ein paar Beispiele, z.B. bei achgut, wo mir so mancher manchmal etwas sauer aufstößt, nicht wegen seiner Meinung, sondern seiner selbstgewissen Wichtigkeit. Ich nenne absichtlich keine Namen, aber ich wenn Sie da mal etwas hineinsehen, wissen Sie sicher gleich, wen ich meine. Ich habe große Angst, dass ich mich eines Tages selbst in diese Kategorie einreihen muss.

Am meisten fällt mir meine geänderte Einstellung zur Arbeit der Journalisten auf. Früher hatte ich ganz allgemein mehr Hochachtung vor ihnen. Heute sehe ich eher die unprofessionelle und schlecht recherchierte Arbeit, daher kann ich auch eine wirklich gute Arbeit mehr schätzen als zuvor. Ich gehöre jetzt auch zu denen, die sich über den „Qualitätsjournalismus“ mokieren.

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